3D Parcours in Sigishofen

3D Parcours in Sigishofen

ACHTUNG: Der Parcours in Sigishofen ist leider ab sofort geschlossen.

Die Bogensportfreunde Sigishofen haben mich darüber informiert und gebeten dies hier auch zu veröffentlichen. Genaues weiß ich auch nicht, nur soviel sei gesagt, das sie dieses Schritt auch berdauern und leider nichts dagegen unternehmen können. Das ist wirklich schade. Den ursprünglichen Bericht könnt ihr hier aber dennoch lesen, jedoch ist der Parcours nicht mehr existent.


Als ich mich auf meinen Allgäu Urlaub vorbereitet habe, bin ich auf den 3D Parcours in Sigishofen gestoßen. Na, gestoßen ist vielleicht nicht gerade das richtige Wort, denn ich habe nur 2 Berichte in Foren gefunden. Es gibt keine Webseite oder ähnliches. In den Berichten der Foren war von selbstgebauten Zielen die Rede, aber so richtig klare Aussagen über den Parcours oder eine genaue Adresse war nirgends zu finden. Also haben wir und an unserem letzten Urlaubstag auf die Suche nach dem Parcours gemacht. Als Adresse hatte ich nur „87527 Sigishofen, Nordwest Gewerbegebiet (Ofterschwang)“. Also das Navi auf Ofterschwang programmiert und los ging die Reise. In Ofterschwang kam dann die Ernüchterung, da gibt es kein Gewerbegebiet. Also wieder zurück nach Sigishofen. Dort fanden wir dann vor dem „Eierlädle“ eine nette Dame mit ihrem Strickzeug. Diese Dame wusste dann sofort wo wir hin mussten und erklärte uns den Weg zum Parcours. Sie hat und dann sogar angeboten unser Auto auf ihrem Parkplatz abzustellen was wir dankend angenommen haben. Den Parcours findet man übrigens oberhalb des kleinen Industriegebiets am Ortsausgang von Sigishofen in Richtung Ofterschwang.DSC_0999 Am Parcours angekommen findet man eine Tafel mit den Regeln und einigen anderen Infos. Auch einen Parcoursplan hängt an einer Tafel. Ich habe diesen, mit meinem Smartphone, fotografiert um zu wissen welches Ziel zu dem Abschussplatz gehört. Dank Schorsch, einem Geburtshelfer des Parcours habe nun ich erfahren, dass es in der kleinen Kiste an der Infotafel kleine Parcourspläne sowie Schießzettel gibt und ich mir das Fotografieren hätte schenken können. Beim nächsten mal weiß ich es.

Es ist dort auch das Schießbuch und die Kasse für die Spende. Ja, richtig gelesen, der Parcours ist kostenlos, man kann aber gerne eine Spende abgeben. Diese wird zu 100% in den Parcours gesteckt. Nach dem Einschießen geht es dann los zum ersten Ziel. Es handelt sich bei den meisten Ziele um gekaufte Tiere welche in einem sehr guten Zustand sind. Ein bewegtes Ziel bestand allerdings aus einer Styroporplatte mit einem aufgemalten Reh.

Aber irgendwie hat das auch seinen Charme. Der Parcours besteht aus insgesamt 35 Zielen, darunter 2 bewegte und einen Luftziel, das wir mangels Flu-Flus ausgelassen haben. Der Abstand der verschieden Ziele ist zum Teil sehr gering, man muss also nicht weit von einem Ziel zum anderen laufen. Dennoch ist der Parcours der anstrengendste, den ich bisher besucht habe. Es geht immer wieder sehr steil bergauf und bergab. Die Wege sind auch nach einigen Tagen trockenen Wetters immer noch etwas matschig und rutschig. Die Betreiber kennen das und haben an vielen Stellen Bretter oder ähnliches auf den Boden gelegt um das Laufen einfacher zu gestallten. Technisch ist auf dem Parcours alles zu finden was man sucht. Kurze jagtliche Schüsse durch Bäume durch, weite Schüsse über Klingen, bergauf, bergab und bewegt. Für jeden Geschmack ist auf diesem Parcours etwas zu finden. Das einzige was uns nicht so gefallen hat, ist die Tatsache, dass wir ab und an nicht wussten welches Ziel zu welchem Pflock gehört. Da würde aber das Foto des Parcoursplan auf dem Smartphone helfen. Apropos Pflock, in Sigishofen gibt es nur einen Pflock pro Ziel. Anfänger oder Jugendpflöcke sucht man hier vergebens, wenn man es weiß, ist das aber kein Problem. Man kann die Kids ja einfach etwas nach vorne stellen. Nach 35 Zielen bei fast 30 Grad waren wir zwar etwas erschöpft, aber total begeistert. Der Parcours war genau nach meinem Geschmack. Das es sowas dann auch noch kostenlos gibt ist schon der Knaller. Eine Spende war danach natürlich selbstverständlich. Ich werde auf jeden Fall nochmal wiederkommen, wenn ich in der Gegend bin. Es gab auch noch ein kleines Schmankerl am Endes des Parcours, das ich noch nirgends gesehen habe.DSC_0013Einige Bürsten an einem kleinen Bach, wo man sich die Schuhe etwas putzen kann. Einfach klasse!