Poderi val Verde (Toskana Italien)

Poderi val Verde (Toskana Italien)

Ende Mai 2019 haben wir zusammen mit 13 weiteren Personen rund um OX-Bow einen etwas größeren Ausflug in die Toskana unternommen.
Sandra und ich haben zusammen mit 6 weiteren Schützen die Fahrt auf 2 Tage verteilt und in Mals / Südtirol einen Zwischenstopp eingelegt.

Ende Mai 2019 haben wir zusammen mit 13 weiteren Personen rund um OX-Bow einen etwas größeren Ausflug in die Toskana unternommen.
Sandra und ich haben zusammen mit 6 weiteren Schützen die Fahrt auf 2 Tage verteilt und in Mals / Südtirol einen Zwischenstopp eingelegt.
Gegen 19.15 Uhr kamen wir an unserem Ziel an und haben uns mit dem Rest der Truppe zum Willkommensessen getroffen. Das Poderi Val Verde ist eine „kleine“ Ferienanlage.
Ulrike betreibt das ganze seit einigen Jahren zusammen mit Ihrem Sohn Fabian.

Nach dem Abendessen bezogen wir unsere Ferienwohnungen. Zusammen mit Moritz hatten wir eine kleine, einfache Finka. Die Ausstattung war ganz gut, es gab WLAN, einen kleinen Fernseher, eine Küche mit Toaster, Kaffeemaschine und allem was sonst noch in eine Küche gehört. Die beiden Zimmer mit Bad waren sauber und auch groß genug. Der erste große Kritikpunkt war aber das Bett. Dieses bestand aus einer dicken und einer dünneren Matratze. Die waren aber sehr, sehr weich und wirklich gut schlafen konnte ich darin leider nicht. Morgens hat mir regelmäßig der Rücken geschmerzt. Weiter habe ich einen Bogenständer oder ähnliches vermisst. Ich hätte das bei einer Ferienanlage, welche auf Bogensportler ausgelegt ist schon erwartet. Den Bogen auf den Boden liegen lassen ist nicht so meins.
Da es das Frühstück erst um 9 Uhr gab, ich aber in der Regel gegen 6 Uhr aufstehe, habe ich zusammen mit einigen anderen die Zeit genutzt um den gelben Parcours zu schießen.
Die ganze Anlage hat 3 Parcours.
Der gelbe wurde von uns liebevoll „Frühstücksparcours“ genannt. Dieser hat nur 14 Ziele, dadurch konnten wir ihn vor dem Frühstück schießen. Leider muss man zurück über ein Feld laufen und da es bei uns viel geregnet hat, haben wir immer ausgesehen wie die Schweine 😊.
Dann den roten Parcours. Anspruchsvolles Gelände mit 30 zum Teil kniffligen Schüssen. Ca. 4,3 Km mit 734 Höhenmeter. Dort gibt es einen Hochstand, 2 bewegliche Ziele einige Schüsse mit einem „gelben“ traudich Pflock und eine wunderschöne Aussicht. Den einen oder anderen Schuss sollte man nicht verfehlen, denn ansonsten muss man den Pfeil aus dem Bach herausholen. Zumindest bei unserer Wetterlage war dieser doch etwas tiefer.
Zum Schluss noch den blauen Parcours. Etwas einfacheres Gelände, gestellt nach IFAA mit 4,7 km und 691 Höhenmeter. Der blaue Parcours ist aber eigentlich etwas kürzer, nur der Marsch bist zum Anfang ist etwas weiter. Wie bei IFAA üblich immer mit freiem Schussfeld, Tafeln mit Fotos der Tiere, eingezeichnetem Kill und der Gruppenbezeichnung (1-4). Bei den Schüssen der Gruppe 1 und 2 gab es auch Walk Up. Also wirklich Top. Ein Highlight ist sicherlich der 107 Meter Schuss über ein kleines Tal. Diesen haben wir sogar einmal nachts mit Leuchtnocken geschossen. Das war wirklich eine riesige Gaudi. Alles in allem sind die 3 Parcours wirklich erste Sahne und top gepflegt. Es gab zwar auch 2 Tiere die ausgetauscht gehörten, aber ich glaube das gibt es fast in jedem Parcours.
Aber zurück zu unserem Tagesablauf. Nach dem gelben Parcours haben wir zusammen gefrühstückt. Das Frühstück hatte ich mir aber etwas anders vorgestellt. Zum ersten gab es dies um 9 Uhr, dies aber für alle. Wer früher oder später Frühstücken wollte hatte Pech. Dann wirkte das ganze auf mich wie eine Mischung aus Zeltlager und Jugendherberge. Das Frühstück gibt es in einer Art Wintergarten. Dort saß man aber leide so zusammen, das wenn man noch etwas haben wollte man immer jemanden fragen musste, damit dieser einem noch ein Brötchen oder ähnliche holt. Bei unserer Gruppe war das ja kein Problem, bei fremden Personen stelle ich mir das sehr unschön vor. Was ich persönlich auch nicht so toll fand war die Tatsache, dass in dem Wintergarten auch 2 Hunde ihr Plätzchen hatten. Ich habe nichts gegen Tiere, aber in einem Raum, in welchem gegessen wird und das Essen auch rumsteht, haben die nichts zu suchen.
Nochmal zurück zu den Parcours. Obwohl wir Ende Mai in der Toskana waren, hatten wir zum Teil nur 11 Grad. Da in Italien die Heizperiode nur bis zum 15.03 geht waren unsere Häuser leider noch kälter. Die Heizung einschalten ist wohl per Gesetz untersagt. Da es zum Teil auch noch geregnet und auch gehagelt hat, haben wir dann noch nach etwas Holz für den Kamin gefragt. Dieser hat zwar schön gebrannt, aber nicht wirklich warm gegeben. Es war dadurch nicht möglich, unsere Klamotten zu trocknen. Auch die frischen Sachen direkt aus dem Koffer waren feucht und klamm. Das kenne ich sonst nur vom Camping. Am letzten Tag stieg die Temperatur dann doch an die 20 Grad Marke und die harten von uns haben sich in den Pool gewagt.
Wir waren auch alle zusammen in Siena und diejenigen, die sich etwas mehr für Sightseeing interessierten besuchten auch noch in Volterra. Malerisch war auf alle Fälle auch der nächste Ort Castellina. Man kann dort schön bummeln, ein Eis oder auch lecker zu Abend essen.